Biografie

lutz glandien foto Lutz Glandien
* 1954




Die Tradition des Experimentellen Liedertheaters der 70/80er Jahre stellte den Hintergrund für die musikalische Entwicklung des Berliner Komponisten Lutz Glandien. Nach dem Studium Zeitgenössischer Komposition an der Musikhochschule "Hanns Eisler" und der Meisterklasse der AKADEMIE DER KÜNSTE Berlin schrieb er Werke für Soloinstrumente, Kammerensemble und Sinfonieorchester. Doch schon bald führte seine experimentelle Natur zum Bruch mit überkommenen musikalischen Formen. Lutz Glandien fing an, Instrumente für seine Kompositionen zu entwerfen und zu bauen und wandte sich dem Bereich elektroakustischer Musik zu. Einige seiner zahlreichen international gewürdigten Stücke finden sich auf der CD Scenes from no Marriage [ReR MEGACORP London] sowie einer Solo-CD [WERGO MAINZ].
1990 erweiterte er erneut das Terrain. Er etablierte sein eigenes Studio und schuf die Musik zu über 60 Hörspielen sowie zu Dokumentarfilmen, Videos, Ausstellungen und Klanginstallationen. Die Bekanntschaft mit dem englischen Schlagzeuger und Produzenten Chris Cutler initiierte seine Zusammenarbeit mit Musikern aus der Improvisations- und der ehemaligen Avantgarde-Rockszene. Diese manifestierte sich in den Aufführungen des Electric Trios Glandien/Cutler/Vogt, der CD Domestic Stories und dem Projekt P53 [CD ReR MEGACORP London].

Die technologie-vermittelte Arbeitsweise der letzten Jahre schlug sich unter anderem in der von Lutz Glandien entwickelten Konzeption des Hörenden Komponierens und seinen Studien zum tonalen Zentrum der Stimmen von Primaten und den Problemen Virtueller Musik und Recycling Music nieder.


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